Alles geregelt


Die meisten von uns wollen bis zum Schluss selbstbestimmt sein. Ich korrigiere: alle. Ich kenne keinen, der das nicht möchte.

Damit das auch tatsächlich funktioniert, muss man sich jedoch vorher mit sich und seinem Leben auseinandersetzen und einige Dinge aktiv regeln. Vogel Strauß hilft da nicht weiter. Und aus dem Glauben an die Wahrheit aus dem Kinderspiel (bei uns hieß es „mumemume kieck“): Hände vor das Gesicht halten und ich bin nicht mehr da, sind wir auch alle raus.
Mein Tipp: Arbeiten Sie die 4 Säulen der Generationenberatung ab. Dazu gehören die rechtliche Säule, die medizinische Säule, die Zeit der Pflege/Elternunterhalt und der letzte Wille. Wenn das jeder in der Familie getan hat, sind Sie zum einen „safe“, zum anderen halten Sie das Heft dauerhaft in der Hand! Wenn Sie diese Dinge nicht regeln, regelt es jemand anders! Und glauben Sie mir: Das wollen sie nicht! Entweder treffen dann Ihnen völlig fremde Menschen Entscheidungen für Sie oder Sie belasten Ihre Angehörigen damit. Dann tritt genau das ein, was Sie Zeit Ihres Lebens abgelehnt haben!

Bleiben Sie lieber selbstbestimmt. Denn niemand kann besser Entscheidungen für Sie treffen als Sie selbst.

Sie entlasten damit auch Ihre Angehörigen: emotional und finanziell.

Übrigens:
Sie brauchen das nicht zu regeln,
wenn Sie im Lotto gewonnen haben (3 oder 4 Richtige reichen aber nicht),
wenn Sie überzeugt sind, dass es nur die anderen trifft (was, wenn nicht),
wenn es Sie nicht stört, Ihren Kindern im Alter zur Last zu fallen (emotional und finanziell),
wenn Sie glauben, dass der Staat Sie immer auffängt. Die Pflegeversicherung ist von Geburt an als Teilkasko konzipiert worden (Gesundheitsmininster Bahr).

Noch ein übrigens:
Warten Sie nicht zu lange mit diesen existenziellen Aktivitäten. Für die richtige Vorsorge ist es nämlich selten zu früh, aber häufig zu spät! Wenn Sie älter als 18 sind, regeln Sie es umgehend!
Weitere Informationen und Beratung erhalten Sie bei mir: GenerationenBeraterin Claudia Möller,
http://www.generationenberaterin.de

Ein letztes übrigens:
Keiner meiner Kunden möchte seinen Kindern zur Last fallen. Wenn Sie die 4 Säulen nicht für sich geregelt haben, tun Sie jedoch genau das (emotional und/oder finanziell). Ganz im Sinne von: Keine Entscheidung ist auch eine Entscheidung.
Die Kinder zahlen finanziell direkt (Titel über 30 Jahre möglich – u.U. werden dadurch sogar die Enkel belastet) oder indirekt durch das nicht mehr vorhandene Erbe.
Es belastet die Kinder emotional, wenn sie überlegen müssen: „Was hätte mein Vater/meine Mutter jetzt in dieser Situation gewollt?“ Ihre Kinder werden nie wissen, ob sie eine richtige Entscheidung getroffen haben, werden Ihr Lebtag immer wieder darüber nachdenken, werden zweifeln, werden hadern: „Hätte ich doch…“ „Was wäre wenn ich, das und das veranlasst hätte…?“ Daher: Machen Sie es Ihren Kindern doch so einfach wie möglich.

Ein allerletztes übrigens:
Wenn Sie die 4 Säulen gelöst haben, werden Sie eine ungeheure Erleichterung spüren und Ihr Leben wieder in vollen Zügen genießen können. Kein: „Ich müsste mal“, kein: „Ich kann mein Geld nicht ausgeben, es könnte sein, dass…“
Ich hoffe, Sie sind es sich selbst wert.

Artikel vom 03.07.2015

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