Berufsunfähigkeitsversicherung beantragen: tricksen hat böse Folgen!


Verschweigen oder tricksen bringt hohen Geldverlust und macht die Berufsunfähigkeitsversicherung zunichte

Ehrlich währt nicht nur am längsten, im Falle einer Berufsunfähigkeitsversicherung darüber hinaus auch am sichersten. Das Dilemma vor allem bei psychisch Erkrankten ist groß, wollen sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragen. Die Versicherer reagieren höchst allergisch auf Erkrankungen im psychischen Bereich und winken gern sofort ab. Denn sprechen wir es doch einmal offen aus: In erster Linie wollen die Versicherer sich selbst absichern und vor jeglichen Überraschungen schützen. Lesen sie im Antrag dann etwas von „Therapie“ oder Ähnlichem, bekommen sie große Ohren bzw. Augen und sagen dankend nein. Was kaum verwundert, sind doch allein 40 % aller Fälle eintretender Berufsunfähigkeit auf seelische Erkrankungen zurückzuführen.

Haben Betroffene also gar keine Chance? Das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung lieber gleich ad acta legen?

So manch einer versucht es allen Warnungen zum Trotz mit gewissen Tricks, um das heiß ersehnte „Antrag angenommen“ zu erhaschen. Therapien werden verschwiegen oder erst gar nicht angetreten. Vielleicht ist den Antragstellern stellenweise auch nicht bewusst, dass seelische Erkrankungen ebenso angegeben werden müssen wie körperliche und vergessen diese daher schlichtweg. Wer allerdings eine Berufsunfähigkeitsversicherung beantragen will, muss sich nahezu nackt machen und alles schonungslos offen legen. Wirklich alles! Stellt sich im Nachhinein heraus, dass Angaben falsch waren, führt dies im Schadenfall nicht nur zu einer Ablehnung der Rente. Auch die gesamten bis dahin eingezahlten Beiträge waren völlig sinnlos. Wer also nicht gern tausende von Euros zum Fenster hinauswerfen möchte, geht mit dem Thema Berufsunfähigkeitsversicherung äußerst sensibel um.

Berufsunfähigkeitsversicherung trotz Therapie möglich? Ist es nicht ein paradoxer Ansatz, dass, dass viele Leidtragende eine Erstbehandlung lieber hinausschieben oder ganz sein lassen, nur um die heiß ersehnte Beantragung durchzukriegen? Was für gesundheitliche Risiken dies nach sich zieht, kann sich jeder ausmalen. Man könnte auf die Idee kommen, dass den Versicherern unentdeckt Depressive vermutlich lieber sind als diejenigen, die Hilfe suchen, um nach erfolgreicher Therapie wieder eine Chance auf volle Gesundung zu haben. Betrachtet man diesen Ansatz unter dem Aspekt Berufsunfähigkeitsversicherung und deren Beantragung, kommt man entsprechend zu welchem Schluss? Ja, den Versicherern sind unentdeckt Kranke wesentlich lieber als die, die sich helfen lassen. Verkehrte Welt Deutschland?

Es gibt inzwischen zumindest Lichtblicke, was eine Psychotherapie im Lebenslauf hinsichtlich Berufsunfähigkeitsversicherung angeht. Es gibt Versicherer, die nicht mehr kategorisch ablehnen, sondern unter gewissen Ausschlüssen und Bedingungen dem Antrag dennoch zustimmen. Wie Sie grundsätzlich bei Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorgehen, besprechen Sie bitte mit einem unabhängigen Versicherungs-Fachmann. Nur er kennt die Bedingungen wie auch die Fallstricke der Versicherer aus dem Eff-Eff.

 

Weitere Infos zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung erwünscht? Die gibt es hier: www.finesurance.de

Artikel vom 25.01.2014