Dank Berufsunfähigkeitsrente keinen Anspruch mehr auf Grundsicherung?


Mal ganz schnödes Beamtendeutsch: Grundsicherung ist eine eigenständige der Sozialhilfe vorgelagerte Sozialleistung zur Vermeidung von Armut im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Leistungen unterliegen – wie bei der Sozialhilfe- einer Bedürftigkeitsprüfung, d.h. der Anspruch besteht nur dann, wenn der Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen des Antragstellers bestritten werden kann (§§2 SGB XII, 82 Abs. 1 SGB XII). Unter eigenes Einkommen fällt auch die Zahlung der Berufsunfähigkeitsrente. Sollte Grundsicherung beantragt und bewilligt werden, kann die Berufsunfähigkeitsrente angerechnet werden.

Das heißt für Sie: Wählen Sie eine ausreichend hohe Berufsunfähigkeitsrente, mit der Sie im Fall der Fälle auch tatsächlich Ihren Lebensunterhalt bestreiten können. 500€ oder 700€ Berufsunfähigkeitsrente werden sicher nicht ausreichen. Mein Tipp an Sie: Wenn Sie nicht mehr an Beitrag ausgeben wollen (wovon ich Ihnen natürlich abrate… 🙂 ) und dafür im Fall der Fälle eben nur eine Minirente erhalten würden, sparen Sie sich den Beitrag gleich komplett und gehen davon lieber einmal mit Ihrer Familie essen.

Es gibt jedoch auch mehrere Anlässe, wann es doch Sinn machen kann, nur eine niedrige Rente abzusichern.

1.     Sie haben bereits eine Berufsunfähigkeitsrente und wollen Ihre bestehende aufstocken. Das können Sie z.B. mangels fehlender Nachversicherungsgarantien in der alten Police nicht machen oder Sie wählen für die Erhöhung einen 2. Anbieter mit besseren Bedingungen.

2.     Sie sind jung und brauchen das Geld… Sie haben jetzt nur wenig Geld zur Verfügung und wollen nur den Fuß in die Tür bekommen und später umfangreiche Nachversicherungsgarantien nutzen. Ihr Vorteil: Die Gesundheitsangaben sind nur heute relevant. Heute sind Sie gesünder als morgen. Also heute den Spatz in der Hand wählen, um später die Taube auf dem Dach zu haben. Hier gibt es auch noch weitere tolle Alternativen.

3.     Sie haben Vermögen (z.B. Kapitaleinkünfte, Mieteinkünfte) oder Verwandte, die sie unterstützen können und wollen. Bitte beachten Sie, dass sich bei Scheidung/Trennung/Arbeitslosigkeit die finanzielle Situation i.d.R. von jetzt auf gleich gravierend ändert!!! Wenn dann die versicherte Berufsunfähigkeitsrente nicht ohne Gesundheitsfragen angepasst werden kann, haben Sie ein Problem.

Mehr Informationen erhalten Sie hier: http://www.finesurance.de/berufsunfaehigkeit.html

Artikel vom 17.03.2015

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