Ein Mann ist keine Altersvorsorge


Ein Mann ist keine Altersvorsorge.

  1. Wegen möglicher Kinder wird nicht mit einer eigenen Altersvorsorge begonnen („Wenn ich Kinder habe, kann ich mir das doch gar nicht mehr leisten.“).
  2. Wegen tatsächlich vorhandener Kinder wird nicht mit einer eigenen Altersvorsorge begonnen oder diese fortgesetzt (Beitragspausen sind jedoch möglich!).
  3. Frauen sind meist jünger als Ihre Partner.
  4. Frauen leben meist länger, beziehen also auch länger eine Rente (siehe: Rente mit 63 höher als mit 65 – wie geht das denn?).
  5. Frauen haben meist eine geringere eigene Rente. a. unterbrochene Erwerbsbiografie (durch Kindererziehung/Pflege) b. häufig Teilzeit (wegen Kindererziehung) c. Eher Arbeitslosigkeit (wegen Kindererziehung) d. eher geringere Karriere als die Männer (wegen Kindererziehung) = geringeres Einkommen
  6. Der geringe Verdienst wird dann eher für Urlaub oder Ausbildung/Studium der Kinder verwendet.
  7. Die Witwenrente wurde gekürzt: 55% der Rente des verstorbenen Mannes, eigenes Einkommen ab 755,30€ wird angerechnet. http://blog.finesurance.de/wie-hoch-waere-meine-witwenrente/
  8. Shoppen statt vorsorgen. Ein kleiner Scherz muss erlaubt sein. http://blog.finesurance.de/shoppen-fur-die-rente-geht-das-denn/
  9. Frau startet zu spät mit der eigenen Vorsorge. Eine Zinseszinsentwicklung sucht man dann vergebens. Sch…auf den Garantiezins o.ä. Die Zeit ist unser größter Feind: Finanzmathematik Es kommt mir zu den Ohren raus
  10. Scheidung: Jede 3. Ehe wird geschieden. Kapitallebensversicherungen fallen nur dann in den Versorgungsausgleich, wenn auf das Kapitalwahlrecht verzichtet wurde (Nachtigall ich hör Dir trapsen). Meist werden/wurden Lebensversicherungen auf den Namen des Mannes abgeschlossen. Vollmachten/Begünstigte können bekanntlich geändert werden.
  11. Alleinstehende Frauen müssen später von Ihren Kindern unterhalten werden, wenn Sie die letzte Zeit Ihres Lebens im Alten- oder Pflegeheim verbringen. Ihre eigenen Einkünfte sind ja zu gering.
  12. Man, äh Mann regelt auch heute (mann/frau höre und staune) häufig noch die Finanzen insgesamt. Auf wessen Namen dann die Versicherungen und Konten laufen ist klar, oder?

Armutsrisiko Nr. 1 sind also Kinder. Das sieht man diesen kleinen hilflosen „Biestern“ gar nicht an. J Jetzt also keine Kinder mehr in die Welt setzen kann keine Lösung sein. Jeder, der Kinder hat, weiß das. Es gibt nichts Schöneres als ein Kind ins Leben zu begleiten. Der Geruch, die ersten Worte, das erste Gebrüll, der 1. Schritt, der 1. lautstarke Spruch im Baumarkt („Mama hat einen Knackpopo.“ Wo ist das nächste Erdloch?), der 200. Trotzanfall, der 1. Tag im Kindergarten, der 1. Schultag…Da tritt auch der Gedanke an die eigene Altersarmut in den Hintergrund. Sollte es aber nicht. Die kleinen ehemals hilflosen „Biester“ dürfen das dann nämlich später ausbaden…

45% der Frauen erhalten eine Rente, die unter 400€ mtl. liegt. Das reicht in vielen Städten nicht einmal für die Miete. Also heißt es Putzen, um zu überleben oder Grundsicherung vom Sozialamt beantragen. Die Lebensqualität im Alter ist im höchsten Maße von den Finanzen abhängig.
Familien stehen dabei ständig in einer wechselseitigen Beziehung zueinander: Geht es der Familie mehrheitlich gut, geht es auch dem Schwächsten gut und umgekehrt. Leider können wir nicht alles beeinflussen. Deshalb ist es gut, Plan B beizeiten geregelt zu haben (wenn Plan A „Mir passiert das nicht“ gescheitert ist). Es gibt dabei nicht nur den schlimmsten Fall, sondern mehrere schlimme Fälle:

Regeln Sie jetzt (warten Sie nicht auf Morgen) die rechtliche Seite: Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung. Dadurch bleiben Sie im Fall der Fälle selbstbestimmt. Regeln Sie jetzt die gesundheitliche Seite: Patientenverfügung. Dann ersparen Sie Ihren Kindern/Partner die emotionale Belastung der Entscheidung. Regeln Sie die jetzt die finanzielle Seite (z.B. Elternunterhalt/Zeit der Pflege). Sie fallen ihren Kindern nicht zur Last, und diese können eigene Pläne umsetzen und eigene Altersarmut abwenden. Regeln Sie jetzt Ihren letzten Willen. Das spart Ärger und Kosten im Nachhinein (besonders bei der Immobilie).

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Artikel vom 14.06.2014

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