Schwere Geburt Mütterrente


Das jüngste Kind der Politiker – die Mütterrente – wird uns allen noch viele Jahre schmerzhafte Nachwehen bringen

Warum Muttis der jüngeren Zeit (Geburten ab 1992) bei Kindererziehungszeiten 3 Entgeltpunkte angerechnet bekommen, während es bei „älteren“ Muttis nur einer sein darf, ist mit logischem Menschenverstand nicht zu erklären. Mutti ist Mutti! Politikerköpfe haben vermutlich eine andere Logik als der Rest der Menschheit. Man könnte nun auf den Gedanken kommen, die geplante Mütterrente sei zur Abwechslung ein wahrhaftig gerechtes Projekt, das eine Anpassung mit sich bringt und damit gleiches Recht für alle. Doch Pustekuchen. Die Mütterrente erscheint nur auf den ersten Blick eine erfreuliche Geburt. In Wahrheit sind viele Mütter von den Verbesserungen leider ausgeschlossen und die soziale Komponente wird damit völlig verwässert. Vor allem die immer größer werdende Altersarmut ist damit sicher nicht aus dem Weg zu räumen. Im Gegenteil.

Die Mütterrente bringt vielen Müttern erhebliche Nachteile!

Unzählige arme Rentnerinnen, die sich in der Grundsicherung befinden, sehen von den umgerechnet 28 Euro im Monat der Mütterrente (bzw. 25 Euro im Osten) rein gar nichts. Denn die Mütterrente wird selbstverständlich mit der Grundsicherungsleistung verrechnet. Auch diejenigen Frauen, die Witwenrente beziehen, bekommen die Vergünstigung aufgrund der Verrechnung nicht ausbezahlt.

Die Mütterrente kann Rentner langfristig sicher nicht erfreuen

Warum? Irgendwie muss diese langwierige Geburt schließlich finanziert werden. Man greift dabei zum beliebtesten aller Mittel: die Beitragszahler. Allein in 2014 belaufen sich die Mehrausgaben durch das Projekt Mütterrente auf 6,7 Milliarden Euro, ab 2015 werden es bereits 10 Milliarden Euro sein. Und es steigt und steigt von Jahr zu Jahr unaufhörlich weiter an. Damit die leergefegten Rentenkassen, aus denen nun auch die Mütterrente noch finanziert werden soll, wieder befüllt werden können, bleiben Beitragserhöhungen natürlich nicht aus. Um uns allen die Mütterrente jedoch geschmackvoll als glorreiche Geburt zu präsentieren, werden von den Politikern große Worte in den Mund genommen: keine Beitragserhöhungen bis 2018 bzgl. Mütterrente. Nein, die Mütterrente bricht allen auch erst ab 2019 das Genick

Ab dann nämlich steigt der Beitragssatz in rasanter Weise. Rasanter, als dies sowieso schon seit Jahren vorauszusehen ist. Die Schere zwischen Beitragszahlern und der immer älter werdenden Bevölkerung klafft nicht erst seit heute weit auseinander – die Angst wächst schon lange, dass man im Rentenalter nichts mehr von seiner Rente hat, in die man Jahrzehnte kräftig einzahlte. Mit Plänen wie der Mütterrente kann man von Schere dann jedoch kaum mehr sprechen. Es ist eher ein einziges großes Fiasko, das dadurch fabriziert wird. Doch die Politiker bleiben ihrem Vorhaben der Mütterrente oder auch dem großen Bruder – der Rente mit 63 – weiter treu. Die Beitragszahler schauen dabei immer in die Röhre. Mütter sowieso. Gerade sie sorgen doch dafür, dass es überhaupt weitere Beitragszahler geben kann. Sie werden jedoch aufgrund der Kindererziehungszeiten, in denen sie der Berufswelt fernbleiben, abgestraft. Wer keine Beiträge einzahlt oder eben nur vermindert als teilzeitbeschäftigter Elternteil, schlägt sich später als Rentner/in mit einer minimalen Grundsicherung durchs Leben, während Kinderlose aus dem Vollen schöpfen dürfen. Dabei sorgen die Eltern von heute für die Renten von heute und morgen (auch und gerade für die der Kinderlosen), aber nicht genug für Ihre eigene. Kann das nicht auch gerechter gehen?

Sie möchten mehr erfahren zum Thema Mütterrente oder der Rente mit 63? Dann bitte hier entlang: www.finesurance.de

Artikel vom 04.02.2014

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