Sterbegeld? IGITT!


Brauche ich ein Sterbegeld? Also zunächst sind ja nun wirklich andere Absicherungen wichtiger!

Ist für die Nachkommen jedoch kein Vermögen vorhanden, kann ein Sterbegeld Sinn machen, um seine Liebsten nicht noch mehr zu belasten. Der Tod reicht schon! Denn: Die Bestattungskosten sind immer Sache der Angehörigen (Ehegatte, Kinder, Eltern, Geschwister). „Totenfürsorgepflicht“ nennt sich das. Das Ordnungsamt tritt zwar zunächst in Vorleistung, holt sich das Geld dann aber von den Angehörigen wieder. Wenn auch diese nicht zahlungsfähig sind, werden zumindest die Bestattungskosten übernommen. Blumenschmuck, Trauerfeier, Leichenschmaus sind jedoch trotzdem von den Angehörigen zu bezahlen.
Die Bestattungskosten sind übrigens selbst dann zu bezahlen, wenn man das Erbe ausschlägt!

Das Sterbegeld der gesetzlichen Krankenkasse wurde 2004 ersatzlos gestrichen. Da ist also nichts zu holen.

Auch der Arbeitgeber zahlt nix, es sei denn Sie waren Beamter oder Angestellter im öffentlichen Dienst.

Und: Ein Sterbegeld kommt unmittelbar zur Auszahlung. Kein langes Hin und her mit den Versicherungen!

Außerdem interessant: Das Sterbegeld (je nach Amt bis zu 10.000€) wird nicht angetastet. Im Fall der Pflege leistet das Sozialamt ja erst, wenn man selber nix mehr hat. Das Schonvermögen beträgt nur 2.600€. Davon kann man keine Bestattung bestreiten. Eine einfache Bestattung kostet durchaus mal eben schlappe 6.000€. Hat man mehr Geld auf seinem Konto, ist das bis auf die 2.600€ zunächst für die Pflege zu verwenden. Und die Angehörigen stehen wieder belämmert da…

Sie sehen, zur finanziellen und emotionalen Entlastung der Angehörigen kann ein Sterbegeld durchaus sinnvoll sein.

Mehr Informationen bei mir: Claudia Möller Versicherungsmaklerin www.finesurance.de

Allgemeine Informationen – weder Steuer- noch Rechtsberatung.

Artikel vom 17.09.2015

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